Der Schwemmkegel der Rivoli Bianchi – Tolmezzo

Zurück

Mit dem Geotrail Rivoli Bianchi können Sie zwei wichtige Geotope beobachten: den Schwemmkegel der Rivoli Bianchi und die Falte des Monte Amariana. Zusammen mit dem lokalen Alpenverein wurde eine Route angelegt, die es den Besuchern ermöglichen, die geologischen und naturalistischen Aspekte des Gebietes zu beobachten, auch dank einiger Infotafeln (Erklärungen in der Englischen Sprache auf ihrer Rückseite).
Die touristische Route ist eine relativ kurze Strecke, sie beginnt auf dem Platz vor der Kletterfelsen, entlang dem Weg nach Illegio. Von hier geht man zuerst am Fuße des Monte Amariana, in Richtung Tolmezzo, wo die Geröllhalden von den sogenannten Pionierpflanzen stabilisiert wurden. Man kann dann die verschiedenen Dammabschnitte beobachten, die vom Anfang des 20. Jahrhundert aufgebaut wurden, um Straßen und Felder zu schützen. Von der Umleitungsstrecke vom Rio Citate geht man wieder nach unten entlang den Schwemmkegel. Dort ist es möglich, einen großen Felsblock mit Fossilien von Megalodonten zu beobachten.

Information

Schwierigkeit:
Einfach

Benutzung der Karte

Die interaktive altimetrische Darstellung ermöglicht Ihnen, auf der geographischen Karte die Höhenvariationen der Strecke in ihrem Verlauf anzuzeigen. Wenn Sie sie von links nach rechts scrollen sehen Sie, in welcher Richtung die Strecke anzugehen ist.
Die Zoomstufe kann mithilfe der Tasten oben links verändert werden, während die mittlere Taste die Anfangseinstellung wieder herstellt. Durch Anklicken der rechten Ikone kann dagegen eine andere Art von Karte ausgewählt werden.
  1. 1Der Rivoli Bianchi Schwemmkegel und der Berg Amariana

    Die “Rivoli Bianchi” sind die Trümmergruppe, die sich am Fuße des Amariana fächerartig öffnen: eine Ansammlung von Material, das aus dem Rio Citate stammt, der aus dem tiefen Bruch an der Westseite fließt. Ihr wissenschaftlicher Name ist Schwemmkegel.
    Der Berg Amariana besteht aus Felsen, die fast 1000 Meter übereinander geschichtet sind. Das meiste davon ist Dolomitgestein, das aus dem Ende der Trias (vor 225-210 Millionen Jahren) stammen. In dieser Zeit war die Region von einem Meer bedeckt, in dem die Küstengebiete dominierten und regelmäßigvon Flutwellen überflütet wurden. Zeugnisse dieser Umgebung sind die Schchtungen des kristallinen Dolomits.

  2. 2Die Falte des Monte Amariana und der Schwemmkegel

    Die Abfolge der Gesteinsschichten, die den Monte Amariana bilden, hat sich in einer marinen Umgebung zwischen dem Ende der Trias und dem Beginn des Jura gebildet. Mit der Alpidischen Orogenese wurden diese Schichten verformt, wodurch eine enorme Falte entstand. Heute ist die Falte mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen, weil es aufeinanderfolgende Verwerfungen gibt, die sie zerlegt haben.

    Die offensichtlichste Verwerfung überquert die steile Schlucht des Rio Citate. Das Missverhältnis zwischen dem begrenzten Fläche des Bachs und dem Volumen des kegelförmigen Körpers bei kontinuierlicher Anreicherung ist ein Beweis für die hohe Dynamik des Gebietes und die hohe Niederschlagsrate.

  3. 3Die Fauna im Bereich des Monte Amariana

    Das Gebiet um den Amariana Schwemmkegel beherbergt eine Fauna, die sowohl aus waldtypischen Arten als auch aus Arten besteht, die typisch für offenere Umgebungen sind. Hier leben Säugetiere (Huftiere, Fleischfresser und Marderverwandte Tierarten), Reptilien und verschiedene Vogelarten.
    Die Infotafel, die Sie auf diesem Haltepunkt lesen können, wird Ihnen weitere Infos über die Fauna dieses Lebensraums geben.

  4. 4Die Flora der Geröllhalden

    Die Geröllfächer sind ein sehr interessanter natürlicher Lebensraum: Obwohl sie lebensfeindlich sind, passen sich einige Arten diesem nährstoffarmen Boden an. Das sind die sogenannten Pionierpflanzen oder Glareophyten, also Pflanzen, die auf Geröll leben können.
    Die Infotafel, die Sie auf diesem Haltepunkt lesen können, wird Ihnen weitere Infos über die hauptsächlichen Pflanzen der Geröllhalden und ihre Überlebensstrategien geben.

  5. 5Maßnahmen zur hydraulischen Regulierung

    Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Schutz der Straßen vor den Strömungen der Rivoli Bianchi sowie der Anbauflächen der darunter liegenden Eben als vorrangig angesehen. Ein erster Dammabschnitt wurde gebaut, der auf der rechten Seite des Rio Cornons verlief.
    Die ersten Maßnahmen waren trotzdem zu schwach: in November 1905 verursachte ein starker Sturm eine der größten bisher festgestellten Überschwemmungen.
    Im Jahre 1906 erstellte der Geologe Michele Gortani eine der wichtigsten Studien über das Gebiet und kam zu dem Schluss, dass das Beste war „den Fluss Citate seinen Lauf zu lassen“. Man sollte sich darauf beschränken, zu verhindern, dass seine Überschwemmungen die Nationalstraße oder das Land von Tolmezzo erreichten.
    In den folgenden Jahrzehnten haben neuere Uferanpassungen das Flussbett des Rio Citate und des Rio Cornons beeinflusst und unterliegen noch heute regelmäßigen Kontrollen und Wartungsarbeiten.

  6. 6Die Fossilien des Monte Amariana

    Nachdem Sie den Damm erreicht haben, gehen Sie entlang den Schwemmkegel hinunter. Von dort ab ist das .gpx Route nur indikativ, weil der Weg vom Fluss des Rio Citate ständig modifiziert wird.
    Am Ende des Damms können Sie durch das Bett des Rio Citate zu einem großen Fels gehen, in dem Fossilien von Megalodonten und Dicerocardiidae ist. Sie können sie von ihrer typischen herzförmigen Sektion erkennen.